Was macht eigentlich... Skype for Business? - Eine Timeline

Am 11. November des letzten Jahres hat Skype die Einführung von Skype for Business, vormals Lync, angekündigt, die die Welten von Skype und Lync weiter zusammenführen soll. Wir haben darüber berichtet und uns interessierte, wie es mit dem Tool weitergegangen ist.

Lync ist der Messenger oder Communicator des amerikanischen Konzerns Microsoft, bereitgestellt für Unternehmen. Er ermöglicht die Vernetzung aller Mitarbeiter, egal ob im Büro, im Home Office oder auf einem Kundentermin. Wir selbst nutzen Lync für Instant Messanging, zur Datenübertragung oder als Remote-Desktop-Ersatz. Das Tool eignet sich sehr gut, um zügig Probleme zu besprechen oder zu diskutieren, da der Umweg über E-Mails erspart bleibt.

 

19. Januar 2015 – Erste Skype for Business Session während des Office 365 Summits

Microsoft gestaltet erstmals öffentlich Sessions zum Thema Skype for Business. Laut Microsoft werden diese Trainings für IT Pro’s und Leader durchgeführt, sodass deren Unternehmen schnell die Vorteile der aufkommenden Wandlung von Lync zu Skype for Business erkennen. Folgende Trainings werden laut Microsoft u. a. durchgeführt: Architecture and Design Considerations, New Meeting and Video Investments. Erstmal werden auch Webcasts für diejenigen bereitgestellt, die nicht selbst vor Ort sein können.

 

16. März 2015 – Erste Technical Preview von Skype for Business

Den Lync-Kunden wird vorab ein Einblick in das neue Tool gewährt. Skype for Business bringt außer den normalen Skype-Funktionalitäten auch die typischen Lync-Features mit sich, wie Online Meetings, Verfügbarkeitsanzeige, Text-Chats, aber auch die Möglichkeit, Personen außerhalb des Unternehmensnetzes zu kontaktieren. Mit dieser Preview verweist Microsoft auf die geplante Veröffentlichung im April 2015.

 

01. April 2015 – Was ist neu?

Außer den oben beschriebenen Lync-Funktionalitäten, gibt es auch weitere interessante Neuerungen. Die erste Veränderung, die jedem Nutzer auffallen sollte, ist das neue Design in typischer Skype-Manier. Es gibt ein verbessertes Easy-to-use-Menü, worüber die Grundfunktionen mit nur einem Klick realisiert werden.
Speziell für die Zusammenarbeit mit Outlook gibt es die Funktion, „Skype-Meetings“ oder „Skype-Termine“ im Outlook anzulegen und diese Events einzig und allein über den Skype-for-Business-Client abzuhalten.
Großen Mehrwert hat meines Erachtens die OneNote-Integration. Hier wird über den Menüpunkt „Notizen“ in einem Skype-Meeting direkt eine OneNote-Seite geöffnet, die automatisch mit dem Titel des Meetings versehen wird. Nun kann der Nutzer alle Stichpunkte digital festhalten und im Nachgang zum Meeting mit allen Teilnehmern teilen.
Weiterhin ist es nun auch möglich eine PowerPoint-Datei direkt im Skype-for-Business-Client zu präsentieren und mögliche Änderungen auf den Folien zu markieren (neue Werkzeugleiste). Fortschrittlich finde ich ebenfalls die Möglichkeit, Echtzeitumfragen zu erstellen und die Stimmenverteilung parallel zu einem Thema zu verfolgen.

 

14. April 2015 – Rollout von Skype for Business für Office 365-Kunden

Nachdem die Lync-Geschäftskunden zuerst in den Genuss von Skype for Business kommen durften, sind nun auch die Office 365-Nutzer an der Reihe. Nach dem Skype-for-Business-Team soll der Roll-Out bis Ende Mai 2015 vollständig durchgeführt sein.

 

04. Mai 2015 – Skype for Business nimmt Fahrt auf

Pünktlich zur Microsoft Ignite Conference gibt Microsoft 3 neue Features bekannt, die bis zum Ende 2015 realisiert werden sollen. Beginnend mit der Funktionalität eines Broadcast-Meetings: Über 10.000 Personen auf einmal sollen über vorgeladene Anhänge für Meetings verknüpfen werden, sodass diese schneller geladen werden können, indem die Anhänge sofort zu Beginn verfügbar und hochgeladen sind. Darüber hinaus soll es auch In-call-co-authoring geben, wobei alle Sitzungsteilnehmer innerhalb des Clients gleichzeitig gemeinsam an einem Dokument arbeiten können.

 

06. Juli 2015 – Preview der neuen Skype-for-Business-Services im Office 365

Office 365-Enterprise-Kunden können sich demnächst über die bereits oben angekündigte Broadcast-Funktion freuen. Diese Meetings sollen sich als öffentliche Sitzungen oder „Town Hall“-Meetings verstehen. Hier wird für Echtzeit-Abfragen Bing Pulse benutzt und für die Teilnehmer soll Yammer eine Plattform zur Diskussion und Kommunikation während des Meetings sein.

 

06. Juli 2015 – Die Skype-for-Business-App für Windows Phone ist ab sofort erhältlich

Die größte wahrzunehmende Änderung gegenüber der Lync-App für Windows Phone ist das User Interface und das neue Branding der App. Eine nicht zu vernachlässigende Neuheit ist die Überarbeitung der Emoticons, wodurch „die Information der Nachricht besser visuell übertragen werden kann“. Außerdem wird nun auch mehr Wert auf Datensicherheit gelegt, folglich bedeutet das, dass sowohl Conversation History als auch Sprachdaten standardmäßig verschlüsselt werden. Parallel dazu gibt Microsoft bekannt, dass die neusten Nachrichten auf allen Endgeräten synchronisiert werden und bereits an der Synchronisation für Office 365 mit Hochdruck gearbeitet wird.

 

Ein kleiner Ausblick

Hoffungsvoll erwarten wir die Möglichkeit, sich per Festnetz oder Mobilfunk in ein Skype-Meeting einzuwählen. Dafür wird dann eine Art Telefonkonferenz aufgebaut, bei der sich PC- und Telefon-Nutzer einheitlich einwählen. Dies kann man sich wie eine WebEx-Sitzung vorstellen, um auch Kollegen an Orten ohne Internetzugang die Möglichkeit der Teilnahme zu gewähren. Diese Funktionalität ist für den US-Markt gedacht und wir drücken die Daumen, dass es auch über den großen Teich nach Europa schwappt.

 

Lernende-Autor: Dennis Wander

Bildnachweis: Titelbild © Modestas Urbonas I skuawk.com