CommunityCamp Berlin 2014 – Eindrücke eines BarCamp-Neulings

Am 25. und 26. Oktober fand das siebte CommunityCamp in Berlin statt. Selbst bezeichnet sich das Camp als „(Un)Konferenz für Community und Social Media Manager“, was den Kern der Veranstaltung sehr genau trifft. Als BarCamp verfolgt es nicht den Anspruch Abläufe und Vorträge zeitlich wie inhaltlich genau zu planen. Es gibt vielmehr einen Rahmen vor, in welchem sich die Teilnehmer frei bewegen und austauschen können. Diese Freiheit, welche ich bisher von keiner anderen Veranstaltung kannte, weckte meine Neugier und somit ging es aufgeregt und ein wenig nervös für mich und zwei Kollegen nach Berlin Charlottenburg, wo das Community Camp am Samstag seine Türen öffnete.

Der Tag startete mit Frühstück und Vorstellungsrunde der rund 200 TeilnehmerInnen. Um dies so informativ und knapp wie möglich zu halten, wurden pro Person nur Name und drei selbstgewählte Tags gewählt, welche kurz vorgetragen wurden. Dies bot die Möglichkeit, sich einen groben Überblick über die berufliche Ausrichtung und Interessengebiete der Barcamper zu verschaffen.

Anschließend wurde der Sessionplan erstellt. Sessions sind, um dies für alle ebenfalls unerfahrenen Barcamper zu verdeutlichen, eine Mischung aus Diskussionsrunden, Vorträgen, Workshops und Informationsveranstaltungen, die je nach Thema, Session-Leiter und Teilnehmern unterschiedlich gestaltet werden können. Aus den knapp 30 Sessions kann dann gewählt werden, was schwieriger ist als ich vorher erwartet habe, da die Fülle an interessanten und potenziell sehenswerten Sessions des #ccb14 sehr groß war. An dieser Stelle möchte ich dazu einen kleinen Einblick in meine persönliche Lieblingssession geben.

Rezepte aus der SEO-Texterküche

Caroline Kliemt (@reichweite) zeigte in ihrer Session, wie SEO-Texten heute funktioniert und wie man diese Optimierung für den eigenen Blog und für die eigenen Texte nutzen kann. Dabei steht nicht die Maschine im Mittelpunkt, sondern der Leser und das Leseerlebnis. Beim Texten nutzt Kliemt verschiedene Betrachtungsebenen sowie die „limbic map“, um dem Leser das beworbene Produkt schmackhaft und emotional zugänglich zu machen.

Ein nach ihren Angaben, „Kauf, du Sau“-Satz ist ebenfalls Bestandteil guter SEO-Texte. Mit viel Empathie erklärte Kliemt ihr Rezept für optimale SEO-Texte:

  • Verkaufsorientiert
  • Kreativ
  • Emotionen berücksichtigend

Eine wirklich gelungene Session, die viele Ideenanstöße für wirklich gutes Texte schreiben gegeben hat und meiner Meinung nach weit über reine SEO hinausgeht.

Fazit meines ersten BarCamps: Unbedingt nochmal machen! Der Umgang untereinander, der große Erkenntnisgewinn und die allgemein spürbare Passion der Teilnehmer für Onlinethemen ist für mich bisher eine einzigartige Erfahrung. Ein Dankeschön also an alle, die dies ermöglicht haben. Dies wird definitiv nicht mein letztes BarCamp bleiben.

 

Zum Weiterlesen:

BarCamp-Regeln: http://barcamp.org/w/page/405173/TheRulesOfBarCamp

 

Bildnachweis: Titelbild © Dogancan Osturan/unsplash.com; Karoline Kliemt © Michael M. Roth/MicialMedia