Connect #Obama, #FCB, #Analytics, #SmarterCommerce und #SocialBusiness

Bereits letzte Woche fand die Veranstaltung Business Connect der IBM im Congress Center Rosengarten Mannheim statt. Die Organisation war, wie nicht anders von IBM erwartet, hervorragend.
Gemäß dem Motto „Querdenken. Zukunft lenken“ wurden dieses Jahr die drei Themengebiete Analytics, Social Business und Smarter Commerce in einer  Veranstaltung zusammengefasst. Dementsprechend groß war die Teilnehmerzahl von ca. 1.000 Personen bestehend aus IBM-Mitarbeitern, Business-Partnern und zahlreichen Kundenvertretern. Neben den Möglichkeiten zur Vernetzung gab es zahlreiche interessante Workshop Sessions und Vorträge, die zu einem Besuch einluden.

Die Einführung begann mit den üblichen Ausführungen zu Marktveränderungen und den daraus entstehenden Herausforderungen. Darauf folgte ein Vortrag von Gartner, dessen zentrale Message „Nexus of Forces“ die Zusammenführung von Social, Mobile, Cloud und Information in einer übergreifenden, ganzheitlich digitalen Strategie bezeichnet. Damit weckt der Titel durchaus hohe Erwartungen. Die Beispiele kamen dem leider nicht nach. MyTaxi, Servicemax, Tesco – allesamt einzelne Applikationen, die in der Cloud laufen und auf die mobil zugegriffen wird – unserer Meinung nach eher kein „Nexus of Forces“.

Spannend ging es weiter mit dem FC Bayern München und der Fragestellung, ob dieser ein Sportverein oder doch eher ein Medienkonzern mit angeschlossener Sportabteilung sei. Der Mediendirektor Stefan Mennerich sprach von 900 Millionen Kontaktpunkten, über die der FCB mit seinen Fans in Kontakt tritt. So soll die Facebook-Fanpage pro Tag 40-50.000 Fans generieren. In der „Champions League of Website“ steht der FCB schon auf Platz eins und hat damit den ersten Titel der laufenden Saison bereits gewonnen. Diese Aussagen unterstützen die Darstellung des FCB als Medienkonzern, wenn auch explizit der Sport an erster Stelle steht

Bei den  Sessions im Bereich Social Business wurde immer wieder unterstrichen, dass der Mensch bzw. Mitarbeiter im Fokus stehen sollte. Beispielhaft wurde von der IBM zum Thema Talentmanagement die zentrale Frage erörtert: „Welche ist die wichtigste Rolle in meinem Unternehmen und wie sorgen wir dafür, dass diese ihre Arbeit effizient und effektiv durchführen kann?“ Im Kino ist beispielsweise der Popcornverkäufer derjenige, welcher für den meisten Umsatz sorgt. Welche Rolle(n) ist/sind das wohl in Ihrem Unternehmen?

Gut gefiel der Vortrag zur Einführung von Connections bei der Continental. Der Referent beschrieb ausführlich die Kultur-Revolution des Sharing mit den aufgetretenen Widerständen. Continental stellte vier Kernwerte Vertrauen, Verbundenheit, Gewinnermentalität und Freiheit als Ausgangspunkt für die Einführung auf. Als Besonderheit wurde auf Präsenzschulungen der Mitarbeiter komplett verzichtet. Stattdessen wurden ca. 450 Guides ausgewählt, die mit 10% ihrer Arbeitszeit den Umgang mit Connections vorleben sollten. Statt theoretischer Übung des Systems wurde so direkt der Einsatz in der Praxis verbessert und verbreitet. 12.000 Nutzer sind mittlerweile aktiv (mind. 1x pro Woche eingeloggt) und es gibt ca. 1.600 geschlossene Communities (Projekte).

Zum Abschluss wartete Teddy Goff, der Wahlkampfleiter von Barack Obama mit Anekdoten aus dem Wahlkampf auf. Wie macht man einen „tax plan“ interessant für die Digital Natives? Hier die Antwort. Dieser „Marketinggag“ generierte über eine Million Likes auf Facebook, weit mehr als die beste Informationsseite zum Steuerplan oder ein schnöder Zeitungsartikel. Interessant waren auch die Ausführungen zu Newsletter-Titeln und Texten, um Spenden zu generieren. Über Testgruppen werden die besten Titel herausgefunden, was durchaus zu einem Plus von zwei Millionen Dollar Spenden im Vergleich zu „schlechten Titeln“ führen kann.

Die Vorträge, insbesondere über den FCB und Barack Obamas Wahlprogramm sowie die Zusammenlegung der Themengebiete förderte in der Tat das „Querdenken“. Über das präsentationslastige Gesamtformat hat Joachim Haydecker bereits berichtet. Vielleicht wird dieses in Zukunft etwas „querer gedacht“.

 

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