Santa goes Social

Jedes Jahr das gleiche Problem. Jedes Jahr kurz vor Weihnachten bricht in der Santa & Co. KG das blanke Chaos aus. Die Weihnachtswichtel wuseln wie wild umher, um rechtzeitig alle Geschenke zu verpacken und sie richtig den Kindern zuzuordnen. Absprache ist dann kaum möglich und somit passiert es jedes Jahr aufs Neue, dass einige Kinder zu viele Geschenke bekommen, bei anderen weniger unter dem Tannenbaum liegen und wiederum andere Kinder sich über kein einziges Päckchen freuen können.

Es kommt eben nicht selten vor, dass die Wichtel den Überblick bei der Fülle an Wunschzetteln verlieren. Ganz zu schweigen von der Umweltbelastung durch die zahlreichen Briefe – ja, um solche Vorgaben kommt auch der Weihnachtsmann nicht herum. Und dabei gibt es immer noch viele Kinder, die gar keinen Wunschzettel schreiben. Was schenkt man denen? Wie definiert man diese Zielgruppe? Und was ist eigentlich mit den Erwachsenen, die keine Briefe mehr an den Nordpol schicken, weil es den Weihnachtsmann angeblich „überhaupt nicht gibt“? Die dann aber enttäuscht sind, wenn sie kein Geschenk auspacken dürfen?

Und als wäre das nicht schon Stress genug, hat der Weihnachtsmann auch noch ein Recruitingproblem, denn es kommen kaum junge Helferelfen nach, die das Santa-Team unterstützen können. Für die ist die Santa & Co. KG nämlich schlichtweg unattraktiv als Arbeitgeber, da der durch moderne Medien geprägte Lebensstil aus dem Elfen- und Wichtelalltag gar nicht einbezogen wird.

Überfordert hat er sich deshalb an seinen Kollegen St. Nikolaus gewandt. Der soll jetzt wohl Social Business Consulting für sich entdeckt haben. Ob der Weihnachtsmann damit was anfangen könne. Social? Nie gehört.

Nach anfänglicher Skepsis ließ sich der Weihnachtsmann von seinem Kollegen also beraten, schließlich ging es um die Zukunft  seiner Unternehmung und viele Kinderlachen am Heiligabend.

Zuerst war es wichtig, die zahlreichen Wichtel der Santa & Co. KG miteinander zu vernetzen, um die Zusammenarbeit untereinander zu verbessern und zu stärken. Dafür musste erst einmal ein Social Network her – „Santa Connect“ war geboren.

In diesem Social Network besitzt nun jeder Helferelf ein eigenes Profil, das ihm hilft, sich mit seinen Kollegen zu vernetzen und Experten zu finden, wenn es z. B. darum geht, das richtige Schleifenband auszuwählen. Durch die Vergabe von Tags kann diese Expertensuche noch unterstützt werden. Außerdem werden über das Intranet Unternehmensinformationen verbreitet und Aufgaben verteilt, was die unübersichtliche Papierfliegerpost nun vollends abgelöst hat. Für spezialisierte Elfen wurden außerdem Teamräume geschaffen, was die Zusammenarbeit noch weiter gestärkt hat. Collaboration nannte St. Nikolaus das. Der Weihnachtsmann war begeistert, vor allem vom Thema Gamification. Denn durch das Belohnungssystem mit virtuellen Zuckerstangen wurden die Weihnachtswichtel motiviert, sich auch weiterhin social zu engagieren.

Und endlich ist es geschafft! Der Heilige Abend kann kommen. Der Schlitten ist gepackt, die Rentiere eingespannt und die Helferelfen und der Weihnachtsmann freuen sich schon auf das nächste Jahr. Dann soll es vielleicht auch eine Community geben.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

 

Bildnachweis: Titelbild © Dave Meier/picography.co