Activity Stream

Wir schauen täglich darauf. Scrollen. Überfliegen. Scrollen. Überfliegen. Es ist der Knotenpunkt innerhalb der Sozialen Netzwerke, der Highway der Kommunikation, die Plattform der Ereignisse. Jeder kennt es, sei es die Timeline bei Twitter, der Newsfeed bei Facebook, oder eventuell die Startseite des Firmenintranets. Der Activity Stream ist eine Realtime-Auflistung von Aktivitäten anderer User, mit denen man vernetzt ist, zum Beispiel durch Freundschaft oder Followingsystem (Abonnement). Bilder, Dokumente und andere Medien werden geteilt, Statusupdates gegeben, Gedanken vermittelt und Informationen geteilt. Wenn man sich so einen Activity Stream mal im Detail anschaut, zeigen sich einige ähnliche Muster, die nicht nur Aussagen über den Mehrwert dieses Systems im Unternehmen treffen, sondern auch den optimalen Nutzen für den Mitarbeiter zeigen.

 

Je mehr Beteiligte es gibt, desto besser funktioniert es. Je mehr Nutzer einem Netzwerk zugehören, desto besser ist die Vernetzung – sie teilen nicht nur ihre Aktivitäten, sondern auch ihr Wissen, welches dadurch leichter zu finden und zu verwenden ist.

Activity Streams sind flache Informationsflüsse. Sie dienen nur als Oberfläche, um Informationen aufzunehmen. Für tiefere Informationsstrukturen, wie zum Beispiel ein detailreicher Austausch von Expertise, sind sie nicht gedacht, da die Aufnahme für den User sonst, besonders bei größeren Massen, erschwert wäre. Für mehr Informationstiefe sind Gruppenräume bzw. Projektbereiche geeignet, diese besitzen auch ihren eigenen Gruppen-Newsfeed.

Es ist nicht nur eine Auflistung beziehungsweise Darstellung an Informationen, sondern auch eine Filterung. Man sieht nur für einen selbst relevante Inhalte, da man seine Abonnements selbst bestimmt. Genau das macht Activity Streams so wertvoll – man kann den Informationsfluss steuern. Eine Eigenschaft, die in der heutigen überfluteten Medienlandschaft immer kostbarer wird.

Neben dem Output kann der Nutzer aber auch den Input des Activity Streams steuern. Da die Zielgruppe bekannt ist (z. B. Follower, Gruppenmitglieder, Arbeitskollegen etc.), kann der Nutzer seine Inhalte dementsprechend anpassen und verteilen. Außerdem kann mithilfe von Restriktionen festgelegt werden, wer die Inhalte im Stream sieht.

Durch eine chronologische Anordnung von Aktivitätsupdates bekommt man also Informationen für seine eigene Arbeit, zum Beispiel durch Kurztexte von Mitarbeitern im Intranet oder durch Anhänge wie Bilder oder Dokumente. Der Nutzer bestimmt, was er erhalten möchte und wer seine Inhalte einsehen kann. Der übergeordnete Nutzen ist letztlich bestrebt, einen schnellen und vor allem lückenlosen Informationsfluss zu erhalten, um die optimale Kommunikation im Unternehmen zu gewährleisten. Ein wichtiges Werkzeug hierbei ist die Eigenschaft den Activity Streams zu filtern – der User bestimmt selber, was er sieht und benötigt und mit wem er letztendlich interagieren möchte.

 

Bildnachweis: Titelbild © pixabay.com (bearbeitet)