Ideation

Externe Wissensspeicher anzapfen, um das eigene Unternehmen zu optimieren

Unternehmen bauen Ihre Strategien und Geschäftsmodelle immer weiter in Richtung „Social“ und „Collaboration“ aus. Die Rolle von Ideation wird wichtiger als je zuvor. Kunden sind immer besser in der Lage, Rückmeldung zu geben und Ideen über soziale Kanäle zu teilen. Die smarten Unternehmen von heute sind daher gut beraten die richtigen Wege zu finden, um in einen lebendigen Austausch mit diesen Kunden zu kommen, damit das Feedback bestmöglich eingesammelt werden kann. Brand Communities bieten aufgrund ihres individualisierbaren Aufbaus und verschiedener engagementfördernder Module eine optimale Basis, um mit den Kunden zu interagieren.

Ideation als Funnel für Innovationen nutzen

Wenn wir von Ideation sprechen, meinen wir nicht die einfache Ankündigung, dass man ab jetzt offen für Ideen von außen ist. Ideation geht viel weiter und bedarf einer klaren Strategie – welche Fragen man beleuchten möchte, wie die Lösungsansätze zu diesen Fragen koordiniert und bewertet werden und wie die Implementierung von vielversprechenden Ansätzen erfolgen soll. Mit einer Brand Community lassen sich diese Anforderungen sehr gut abbilden und implementieren. Eine zentrale Voraussetzung, um langfristig den Erfolg von Innovationsansätzen sicherstellen zu können, ist die richtige Unternehmenskultur. Diese zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, flexibel auf interne und externe Anforderungen reagieren zu können ohne dabei die eigene Strategie aus den Augen zu verlieren. Diese Offenheit dem Neuen gegenüber muss dabei vom CEO bis zum Sachbearbeiter täglich gelebt werden.

Im Kern besteht Ideation aus den drei Schritten Ideengenerierung, der Auswahl und Bewertung des Inputs sowie der Implementierung von erfolgsversprechenden Ansätzen.

Fokussierte Ideengenerierung

Bei der Generierung von Ideen sollte man sich zuerst fragen, worauf sich die neuen Lösungsansätze beziehen sollen, wobei hier eine Dreiteilung hilfreich sein kann. Der erste Bereich befasst sich mit der Lösung eines konkreten Problems mit Hilfe von Ideation. Der zweite Bereich lässt sich als Consumer Insights beschreiben. Hier werden Prinzipen der klassischen Markforschung in den Kontext der kollaborativen Ideenfindung gebracht, um die Bedürfnisse der Konsumenten erfassen zu können. Im dritten Bereich lassen sich auf Basis der Kernkompetenzen eines Unternehmens neue Märkte oder neue Anwendungsfelder für bestehende Produkte und Services identifizieren. Doch jede Ideengenerierung beginnt mit dem Aufruf zur Ideation an eine Community. 

Operationale Selektion und Bewertung

Die Auswahl von Ideen beginnt optimalerweise vor dem Findungsprozess mit der Definition von sinnvollen Kriterien zur Bewertung, mit der Bestimmung von einzubindenden Personen, die auflaufende Ideen bewerten und der Definition eines Prozesses zur Weiterleitung der Ideen in die Fachteams zur Implementierung. Die Kriterien für eine initiale Selektion aller Ideen können sich beispielsweise an Produktlinien (Laptop, Smartphone, Tablet) oder an Features wie Benutzeroberfläche, Bildschirm oder Betriebssystem orientieren. Die Auswahl der Kriterien hängt vom Unternehmen, den Produkten und der Zielstellung ab. Über vordefinierte Tags lassen sich diese Kategorien sehr einfach abbilden. Neben den Kriterien spielt die Priorisierung der sortierten Ideen eine wichtige Rolle, was in der Regel ein Gremium aus relevanten Entscheidern übernehmen sollte. Hier sollte man mit einem Rollen- und Rechtekonzept arbeiten, um die Aufgaben und Befugnisse zu regeln.

Implementierung nach Maß

Die Implementierung wird maßgeblich von den Kapazitäten der implementierenden Teams und den spezifischen Arbeitsabläufen zwischen den verschiedenen Abteilungen und Teams beeinflusst. Es bedarf genau definierter Rollen und Zuständigkeitsbereiche, um die relevanten Teams zur richtigen Zeit am entscheidenden Ort zu haben. Hier greift ein durchdachtes Rollen- und Rechtekonzept jedem Innovationsmanager unter die Arme. Betrifft die Neuerung einen Geschäftsprozess oder die Struktur einer Abteilung, ist von den betroffenen Stellen die bereits angesprochene Offenheit zur Veränderung gefordert. Diese Anforderung kann eine Brand Community bisher noch nicht abnehmen, aber wir arbeiten daran…

Zusammengefasst: Ideation über eine Brand Community eignet sich für die Optimierung und Weiterentwicklung verschiedenster Unternehmensbereiche. Jeder einzelne Unternehmensteil muss aber die damit verbundenen Herausforderungen annehmen, um die Potenziale dieser externen Wissensspeicher optimal auszuschöpfen. Sind Sie bereit, die Herausforderung anzunehmen und sich auf die spannende Reise der digitalen Transformation zu machen?

 

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